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In Teheran und überall:

Gegen die illegale Regierung - für die soziale Revolution!

Die herrschende Ideologie der Macht will uns mit Gewalt glauben lassen, dass die parlamentarische Demokratie der höchste Willensausdruck der Bevökerung sei. Und dass Wahlen den Mächtigen ihre Berechtigung geben.

Doch die Iraner/innen haben soeben diese Lüge entlarvt. Die Wahlen im Iran sind ein Witz, wie alle Wahlen es sind. Wahlen sind den Herrschenden solange recht, wie sie ihren Interessen dienen. Die Leute können ihre Stimme abgeben, solange sie sagen, was die Herrschenden hören wollen. Wenn das nicht mehr der Fall ist, benutzen die Mächtigen alle zur Verfügung stehenden Mittel, jede List und Lüge, um ihre dominante Position zu erhalten. Wahlen sind nur ein Alibi für Herrschaft. Im Iran wurde ein Ergebnis verkündet, das im Gegensatz zur Wirklichkeit steht. In Europa haben die Herrschenden seit 2005 so lange die Abstimmungen [über die EU-Verfassung] wiederholen lassen, bis die Ergebnisse der Referenden mit den Erwartungen der Mächtigen übereinstimmten. Und teilweise haben sie ihre Projekte direkt ohne weitere Wahlspielchen durchgezogen.

Die Bevölkerung im Iran - junge und weniger junge Leute - haben ihren Ärger über die offensichtliche Lüge der Herrschenden herausgelassen, die ihr wahres Gesicht gezeigt haben. Was in Teheran passiert, geht über die Frage nach dem Wahlergebnis hinaus. Alle wissen, dass die Wahl des einen oder anderen Politkers nichts grundsätzlich ändern wird. Alle Politiker/innen - ohne Ausnahme - sind Teil der Herrschaft, auch wenn sie für eine andere politische Ausdrucksform stehen. Aber ihre Grundregeln erkennen sie alle an: Privilegien und ein schönes Leben für sich, für den Rest der Bevölkerung nur harte Arbeit, Erwerbslosigkeit, Elend und Polizeirepression.

Die Herrschaft erhält ihre Rechtfertigung nur durch unsere untätige Gefolgschaft, während sie den Geist der Diktatur verbreitet. Nein zu sagen, sich frei zu machen von dem herrschenden psychologischen Einfluss, nicht länger Angst zu haben und gegen diese Gefolgschaft zu rebellieren, sind die ersten Schritte zu einem befreienden Aufbruch. Ein Schritt hin zur Revolution. In dieser Richtung zeigen uns jene Iraner/innen, die sich erhoben haben und die nichts mehr von der Marionette der "Opposition" erwarten, den Weg - auf die Straße.

In Europa zeigen die Ergebnisse der letzten Wahlen, dass die Herrschenden nicht mehr Berechtigung haben als im Iran: Bei einem Wahlboykott von 60% repräsentieren die politischen Parteien aller Richtungen nichts als sich selbst. Die Herrschaft hat auch hier keine Legitimität. Diese Schmarotzer/innen stehlen uns unser Leben. Nur ein Bruch mit diesem System wird es uns ermöglichen Freiheit und Selbstbestimmung zu finden.

Wir können uns nur auf uns selbst verlassen! Lasst uns auf die eigene Stärke vertrauen: Wir sind alle! Und ohne unsere Teilnahme wird das System zusammenbrechen!

Solidarität mit den iranischen Aufständischen! Freiheit für alle Gefangenen!

Beenden wir jede Diktatur der mörderischen Herrschaft ein für alle Mal:

Für die soziale, kommunistische und freiheitliche Revolution!

29. Juni 2009

CNT-IAA Paris,
http://cnt-ait.info 

Internationale Arbeiter/innen Assoziation (IAA),
http://www.iwa-ait.org


Übersetzung:
Anarchosyndikat Köln/Bonn,
http://anarchosyndikalismus.org