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Januar 2010:

Köln: Bildungsstreik geht in die nächste Runde

Auch im neuen Jahr geht der Bildungsstreik an Schulen und Hochschulen in Köln, aber auch in vielen anderen Städten, weiter. Über 50 Aktivist/innen trafen sich an der Universität Köln am 08.01.2010, um die weiteren Proteste vorzubereiten. Dabei haben sie den kleinen Hörsaal XIII im Hauptgebäude am Albertus-Magnus-Platz als einen festen Anlaufpunkt erkämpfen können, an dem ständig alle Aktivitäten besprochen und vernetzt werden.

Und davon gibt es einige: Neben einem Runden Tisch mit dem nicht besonders gesprächsbereiten Rektor Freimuth gibt es einen Arbeitskreis zur Einbeziehung von Eltern und Erziehenden. Ein anderer AK ist mit der Aufarbeitung der polizeilichen Anzeigen und der nötigen Rechtshilfe beschäftigt. Aber auch die Forderungen und die Öffentlichkeitsarbeit werden pausenlos verbessert. Es gibt zudem die Vernetzung mit anderen Bildungsstreik-Aktiven, wie den Schüler/innen und den Studierenden der Fachhochschule. Ebenso auch eine Kritik an der Umstrukturierung der Lehrer/innen-Ausbildung, sowie Ringvorlesungen über das mehrgliedrige Schulsystem und soziale Ungeichheit stehen auf dem Programm.


Obwohl auch Vorschläge für eine Wiederbesetzung von größeren Räumlichkeiten aufkommen, wie momentan in Regensburg oder Paderborn, steht - neben den dreimal wöchentlich stattfindenden Plena - momentan eher die bundesweite Demonstration in Frankfurt/M. auf der Agenda. Das dortige Bündnis hat einen radikaldemokratischen Aufruf für den 30.01. unter dem Motto "Die Uni gehört allen! Solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben" verfasst. Dort wird unter anderem gefordert:

"Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller - das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!"

Bleibt zu hoffen, dass die Bildungsstreik-Aktivist/innen in Schule, Hochschule oder Ausbildung sich weniger an Parteipolitik als an Staatskritik orientieren und ihr sozialrevolutionäres Potential im kommenden Jahr 2010 gemeinsam mit Erziehenden, Lehrenden und anderen an freier Bildung Interessierten weiter entfalten.


Für ein Bildungssyndikat in Köln!

Anarchosyndikat Köln/Bonn,
Bereich Bildung,
http://anarchosyndikalismus.org


Themenseite "Bildungskämpfe und Anti-Pädagogik":
http://anarchosyndikalismus.org/bildung/anti-paedagogik/


Webseite des Bildungsstreik Köln
http://bildungsstreik-koeln.de/


Dieser Artikel ist gemeinfrei bei Nennung der Autor/innen und der Webseite http://anarchosyndikalismus.org